IWD – Empowerment auf jeder Ebene, jeden Tag
Der IWD ist für die einen ein Tag zum Feiern, für andere ein Protesttag. Es ist kein Tag, um sich selbstzufrieden zurückzulehnen, und auch nicht der einzige Tag im Jahr, an dem man an weibliche Angestellte, Unternehmen oder Wohltätigkeitsorganisationen denkt – und schon gar keine Gelegenheit, feministische Slogans auf Kleidung zu verkaufen, die von unterbezahlten, schlecht behandelten Arbeiter*innen hergestellt wurde. Die Sicherung und Stärkung der Rechte und des Empowerments von Frauen ist ein Job für das ganze Jahr.
Konstruktiv genutzt kann der 8. März ein notwendiger jährlicher Meilenstein sein, der zeigt, wie weit wir schon gekommen sind und wie weit wir noch gehen müssen für echte Gleichberechtigung – und um diejenigen zu feiern, die darauf hinarbeiten.
Wir wollen hier bei Lucy & Yak wirklich auf jeder Ebene konsequent stärken – ob durch Schulungen und stabile, hochwertige Arbeitsplätze in Indien, das Zahlen eines existenzsichernden Lohns, eine Plattform für unterschiedliche Stimmen, die Förderung von unabhängigen und von Frauen geführten Unternehmen oder die Unterstützung verschiedener Anliegen im Laufe des Jahres – wie unsere Black-Friday-Schulmädchen-Initiative, die Spendenaktion im Dezember für verwitwete Frauen oder unsere jüngste Vulva-Kampagne gegen Periodenarmut.
Wir haben das Glück, mit ganz vielen tollen Frauen zusammenzuarbeiten, und wollten den Tag nutzen, um einige der wunderbaren Menschen ins Rampenlicht zu rücken, die unser Unternehmen zu dem machen, was es ist – von denen, die unsere Kleidung herstellen, verkaufen und modeln, über Freund*innen der Marke und Kund*innen bis hin zu Kooperationspartner*innen. Jede hat ihre eigenen Geschichten, Leidenschaften und Projekte – wir haben allen ein paar Fragen gestellt: was ihnen wichtig ist, wonach sie streben, was ihnen das Gefühl gibt, gestärkt zu sein, und wie sie andere stärken.
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TEAM INDIEN
(Interviewt und übersetzt von Sonia Sethi, unserer wunderbaren Produktionsleiterin in Indien)
Ghotya

Eine sehr glückliche Frau – ihr Ziel ist es, ihre Familie komplett zu unterstützen.
Für sie bedeutet L&Y Lucy & Chris. Sie ist überzeugt, dass Lucy & Chris ihr Leben komplett verändert haben. Ihr Mann arbeitet seit 2 Jahren für Ismail und sie haben drei Kinder (zwei Jungs und ein Mädchen). Anfangs war sie Hausfrau und kam später für ein paar Stunden in die Fabrik, um etwas Geld für ihren täglichen Lebensunterhalt zu verdienen.
Sie beschloss, sich weiterzuentwickeln, und machte eine Nähausbildung. Nach 6 Monaten nähte sie unsere Denim-Latzhosen Atlas. Jetzt fühlt sie sich sehr glücklich und zufrieden, weil sie ihren Mann dabei unterstützt, ihre Kinder so großzuziehen, wie sie es möchte. Sie\u00a0\u00a0ist stolz darauf, ihren Kindern eine richtige Ausbildung zu ermöglichen.
Die Arbeit für L&Y hat ihr Leben sehr verändert, ihre Schwiegermütter begegnen ihr jetzt mit mehr Respekt & kümmern sich um ihre Kinder, wenn beide bei der Arbeit sind. Sie ist stressfrei.
Sie möchte in naher Zukunft ein neues, größeres Haus kaufen.
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Guddi

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Guddi & Anita

Unsere Schwestern! Guddi ist 18 und Anita ist 20.
Ihr Vater ist vor 10 Jahren gestorben, und ihre Mutter trug allein die Verantwortung für alle 6 Kinder. Guddi ging bis zur Mittelstufe zur Schule, Anita konnte wegen der finanziellen Probleme überhaupt nicht lernen.
Beide haben anfangs von zu Hause aus lokal genäht und sind vor etwa 2 Jahren zu Ismail gekommen. Sie lieben es, alle Styles für L&Y zu nähen, nur den Overall nicht so sehr, weil da richtig viel Arbeit drinsteckt! Ismail sorgt aber dafür, dass alle gleich viel Arbeit bekommen, und verteilt die Teile deshalb gleichmäßig – ‚also gibt es kein Entkommen!‘ (sie lachten…)
Für sie hat L&Y sie zu unabhängigen Mädels gemacht, und sie können ihre Familie unterstützen. Ihre Geschwister können zur Schule gehen. Ihrer Mutter geht es nicht so gut, aber jetzt können sie ihr die besten verfügbaren Medikamente besorgen.
Das Leben ist für sie viel angenehmer, seit sie im Team sind.
Guddi ist lebenslustig & mag Pizza, Anita ist ein schüchternes Mädchen, nicht sehr gesprächig, aber sie liebt Gol Gappa (ein indischer Snack).
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Pinky (unsere Selfie-Queen)

Pinky ist eine lebenslustige Frau und lächelt immer (außer wenn sie auf Fotos ernst schaut!).
Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder, die in die Grundschule gehen. Pinky hat vor 2 Jahren bei Ismail angefangen, als sie sich an der Riegelmaschine ausbilden ließ, und arbeitet jetzt als Maschinenbedienerin. Davor hat sie von zu Hause aus für den lokalen Markt gearbeitet.
Ihr Mann arbeitet als Linienleiter in derselben Fabrik, also kommen und gehen die beiden zusammen.
Sie liebt es, sich schick zu machen, und Kochen ist ihr Hobby.
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UK-TEAM
Amanda

Amanda leitet unser wunderbares reines Frauenteam von Näherinnen in unserem Lager in Barnsley, das unsere Made in Britain Collection von Anfang bis Ende gefertigt hat. Sie brennt dafür, qualifizierte, sichere Näharbeitsplätze zurück ins ländliche Yorkshire zu bringen. Sie ist eine unkomplizierte Nordengländerin, die knallige Nagelfarben liebt.
Die Arbeit mit Lucy & Yak für die Made-in-Britain-Kampagne war für mich großartig, weil Lucy und Chris mir die Chance gegeben haben, ein Team von Näherinnen aufzubauen und zu leiten, alle von mir persönlich ausgewählt. Zusammen haben sie über 100 Jahre Erfahrung in der Nähbranche. Es ist toll, dass sie alle die Chance bekommen haben, ihre Fähigkeiten wieder einzusetzen und ihre Talente zu zeigen.
Ich bin richtig stolz, weil ich die Produktion leiten und gleichzeitig selbst mit anpacken konnte. Das Team ist großartig und mit Leidenschaft bei der Sache. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.
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Roxy Khan-Williams

Roxy ist eine unserer lieben Shop-Supervisorinnen; sie ist nicht nur ein Yorkshire-Mädel, eine Expertin im Playlist-Erstellen, Boomerang-Aufnehmen und gelegentliches Model, sondern hat kürzlich\u00a0ihren Master in Conflict Security and Development abgeschlossen, UND Common Ground mitgegründet,\u00a0das mit der Migrant*innen-Community in Brighton arbeitet.
Was umfasst deine Arbeit?
Meine Arbeit als Aktivistin ist vielfältig, aber Common Ground ist ein Projekt für den Anbau von Bio-Lebensmitteln, das mit der Geflüchteten- und Migrant*innen-Community in Brighton arbeitet. Kurz gesagt versuchen wir, ein Gemeinschaftsgefühl für Menschen zu schaffen, die oft isoliert bleiben; einen Ort, an dem wir zusammenkommen und das annehmen können, was uns verbindet statt trennt – unser Common Ground sozusagen. Im letzten Jahr haben wir all die Arbeit hinter den Kulissen gemacht, die nötig ist, um so ein Projekt aufzubauen – Spenden sammeln, Richtlinien erarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit in der Community, Schulung von Freiwilligen und Vorbereitung des Landes für die Ernte. Montags kannst du also dein Mädel beim Pflügen des Feldes sehen, dienstags schreibe ich vielleicht einen Förderantrag – die Arbeit ist so abwechslungsreich, und genau das liebe ich daran.
Wann fühle ich mich am meisten gestärkt?
In Gesellschaft anderer und im Gefühl von Gemeinschaft. Letzte Woche war ich oben in London bei einem unglaublichen Vortrag über Womxn in der Klimabewegung, und es war so inspirierend und energiespendend zu hören, was all diese fabelhaften Babes machen! Aber keine Womxn ist eine Insel, und das meine ich sowohl zeitlich als auch räumlich. Wir stehen auf den Schultern derer, die vor uns kamen, und wir müssen den Weg für die der Zukunft ebnen.
Was würdest du dir bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, wünschen?
Ganz oben auf meiner Liste steht ein Wandel in der Regierungspolitik und -haltung nicht nur gegenüber Geflüchteten und Migrant*innen, sondern gegenüber allen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Ich würde mir wünschen, dass mehr geflüchtete Frauen im gesellschaftlichen Leben sichtbar sind, auch in Kunst, Politik und Medien. In der Geflüchteten-Community steckt so viel ungenutztes Potenzial, und die ganze Gesellschaft profitiert davon, wenn sie die Chance bekommen, sie selbst zu sein.
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Ab dem Frühling starten wir unsere Gartensessions mit der Geflüchteten-Community (aufregend!!); wenn Leute bei uns mithelfen möchten, suchen wir immer weitere helfende Hände.
Was das Anliegen insgesamt angeht: Geflüchtete werden ständig zu Sündenböcken gemacht und als Sicherheitsrisiko dargestellt, also kannst du schon unglaublich viel bewirken, indem du einfach Gespräche führst und nett über deine Freund*innen aus dem Ausland sprichst. Wenn du etwas Praktischeres tun möchtest, sind hier meine Top 5 Tipps:
- SCHREIB an deine*n Abgeordnete*n (MP) und teile mit, wenn du mit der Einwanderungspolitik nicht einverstanden bist.
- INFORMIERE dich und eigne dir das Wissen an, um mit anderen ins Gespräch zu kommen.
- ENGAGIERE dich ehrenamtlich und mach mit! Das gilt für alles, was dir am Herzen liegt – steig ein und lerne Menschen kennen, die deine Sicht aufs Leben teilen (ich habe festgestellt, dass mich das davor bewahrt hat, emotional auszubrennen, wenn die Welt nur noch düster aussieht.)
- SPENDE! Es gibt unzählige wunderbare Organisationen auf lokaler und nationaler Ebene, die Spenden sammeln und an Orte wie Dünkirchen und Calais bringen (Calais Action und Help Refugees). Eine Liste dringend benötigter Dinge findest du hier.
- BIETE EINEN PLATZ AN. Wenn du privilegiert genug bist, ein freies Zimmer in deiner Wohnung zu haben, gibt es tolle Organisationen wie Refugees at Home und Rooms for Refugees, die Gastgeber*innen und Menschen vermitteln, die eine Unterkunft brauchen!
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KOOPERATIONSPARTNER*INNEN & FREUND*INNEN DER MARKE
Mikaela Loach

Mikaela ist Medizinstudentin, Klimaaktivistin, Autorin und Bloggerin – mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit mit Inklusion, ethischer Mode, Rechten von Geflüchteten und mitfühlendem Leben. Sie hat gerade ihren eigenen Podcast gestartet und kürzlich bei einer Veranstaltung zu Nachhaltigkeit und Empowerment von Frauen gesprochen, bei der betont wurde, dass beide Themen Hand in Hand gehen. Außerdem hat sie im Juli einen Gastbeitrag für uns geschrieben, über Privilegien in der Nachhaltigkeit.
@mikaelaloach | @theyikespodcast | @ecoage
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Was umfasst deine Arbeit?
Ich bin Klimaaktivistin mit Sitz in Edinburgh. Meine Arbeit läuft hauptsächlich über Climate Camp Scotland im Medien- und Presseteam, außerdem auf meinem Instagram & Podcast (The Yikes Podcast), wo ich darüber schreibe und spreche, wie wir die Klimagerechtigkeitsbewegung zugänglicher und inklusiver machen können!
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Wenn ich mit anderen wunderbaren Menschen in Community-Aktionsgruppen daran arbeite, die Systeme zu verändern, in denen wir leben. Alle Fragen sozialer Gerechtigkeit hängen so eng zusammen. Wir sind so viel stärker, wenn wir einander zuhören, zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass wir mit unserem Handeln alle stärken!
Was möchtest du bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, passieren sehen?
Regierungen, die sich zu Netto-Null-Emissionen bis 2025 verpflichten, mehr marginalisierte Stimmen, die in allen unseren Bewegungen für soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen, Menschen mit Privilegien (besonders cis weiße Frauen), die viel öfter das Mikro weitergeben und aktiv Verbündete sind!
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Hör marginalisierten Stimmen zu und engagiere dich in einer Community-Aktionsgruppe. Wenn dir das einschüchternd vorkommt, hör mal in unseren Podcast rein, der das ziemlich gut aufschlüsselt! Komm außerdem diesen Sommer zum Climate Camp Scotland: Mossmorran und sei Teil der Community-Aktion gegen die Industrie der fossilen Brennstoffe! Folge @climatecampscotland auf Instagram für Updates!
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Jem Stevens

Jem ist die liebe und fabelhafte Namensgeberin unseres Jem-Overalls (entworfen von der wunderbaren @sophmoly_iiish). Sie arbeitet mit unabhängigen Unternehmen und setzt sich leidenschaftlich für mehr Geschlechtervielfalt in Führungsrollen ein.
Was umfasst deine Arbeit?
Ich bin Customer Operations Managerin bei einem Retail-Startup und leite ein Team von rund 10 tollen Menschen in unseren Büros in London und Lissabon. Ich bin überhaupt kein Alpha-Typ als Führungskraft, sondern fühle mich meinem Team gegenüber sehr mütterlich; es hat mich ohne Wenn und Aber akzeptiert, was, wie ich weiß, für Transfrauen am Arbeitsplatz nicht immer der Fall ist.
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Im weiblichen sozialen Leben willkommen geheißen zu werden, war revolutionär dafür, mich selbst als Frau zu verstehen, und dadurch habe ich echtes Empowerment durch Schwesternschaft gefunden. In der Solidarität liegt Kraft, und darin, als vielfältige Community mitfühlend füreinander da zu sein.
Was würdest du dir bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, wünschen?
Immer mehr Frauen in Führungspositionen, mit mehr Vielfalt darin – ich würde mir wünschen, dass Frauen unabhängig von Herkunft, Sexualität und Geschlechtsidentität respektiert werden und mehr Plattformen zum Sprechen bekommen.
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Hör wirklich Frauen aller Hintergründe zu und respektiere sie – höre besonders den Erfahrungen von Transfrauen zu und bewege dich weg vom aktuellen Klima der Diskussion um uns herum hin zu einem verständnisvolleren, einfühlsameren Ort. Fördere Zusammenhalt und Akzeptanz.
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Naz Toorabally

Naz ist eines der wunderbaren Models unserer jüngsten Made-In-Britain-Kampagne – sie ist außerdem Musikerin und Herausgeberin des Zines WIERDO, das die Perspektiven alternativer südasiatischer Menschen in Mode, Beauty und Musik dokumentieren will.
@naztoorabally | www.weirdo.zine.com | @weirdo.zine
Was umfasst deine Arbeit?
Meine aktuelle Arbeit läuft über mein Zine namens WEIRDO, das alternativen südasiatischen Menschen als Plattform dient, ihre Erfahrungen und Perspektiven durch Essays, Interviews, Poesie, Kunst, Fotografie und mehr zu teilen. Es ist ein Projekt, das darauf abzielt, alternative südasiatische Menschen in Mode, Beauty und Musik sichtbarer zu machen, speziell solche, die sich mit Subkulturen wie Punk und Goth identifizieren, und Menschen online wie offline zu vernetzen. Es war toll, einige der Beitragenden zu treffen und über Dinge zu sprechen, über die ich mit anderen südasiatischen Menschen in meinem Umfeld nie wirklich sprechen konnte.
An People of Colour werden bestimmte Erwartungen gestellt, und wenn wir aus diesen Normen fallen, landen viele von uns an einem Ort, an dem wir nicht ganz zu den Communitys passen, zu denen wir uns zugehörig fühlen. WEIRDO will einen Teil davon ändern und normalisieren, dass es nicht nur eine Art gibt, südasiatisch oder „alternativ“ zu sein.
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Am stärksten fühle ich mich, wenn ich andere Womxn of Colour – besonders südasiatische Womxn – in Branchen erfolgreich sehe, in denen wir oft nicht besonders sichtbar sind oder nicht ermutigt werden einzusteigen. Vor etwa einem Jahr hat mich eine Freundin auf Anita Bhagwandas aufmerksam gemacht, eine selbsternannte Teilzeit-Hexe und Vollzeit-Goth, die eine sehr erfolgreiche Beauty-Journalistin ist – ehemalige Beauty Director bei Stylist und ehemalige Beauty Editor bei Marie Claire. Von den Erfolgen einer südasiatischen Goth in einer Branche zu erfahren, die historisch Women of Colour ausgeschlossen hat, ist eine aktuelle Anekdote, die mich gestärkt hat.
Ich war in den letzten Jahren auch auf viel mehr Vorträgen und Veranstaltungen für queere People of Colour, und diese Räume haben mich gestärkt, mein Leben ohne Entschuldigungen zu leben. Das war manchmal schwierig, weil meine Familie nicht besonders akzeptierend damit umgeht, dass ich queer bin.
Was würdest du dir bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, wünschen?
Ich würde mir wünschen, dass Menschen in meinem Netzwerk offener und aufnahmebereiter dafür sind, etwas über die Welterfahrungen anderer zu lernen, und sich aktiv daran beteiligen, Formen der Unterdrückung abzubauen, die sie vielleicht nicht direkt betreffen. Das klingt vielleicht nach viel verlangt, aber es gibt viele kleine Dinge, die Menschen tun können, um sozialen Fortschritt für alle zu ermöglichen (zum Beispiel Leute nach ihren Pronomen zu fragen und ihre bevorzugten Pronomen dann auch wirklich ohne Nachfragen zu benutzen).
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Was WEIRDO angeht: Kauf ein Exemplar unseres Print-Zines! Wir werden derzeit nur durch Spenden und Zine-Verkäufe finanziert, die uns helfen, unsere Beitragenden für ihre Zeit und Energie zu bezahlen. Es ist toll, dass wir jetzt diese Plattform haben, aber mir ist auch wichtig, dass Menschen für ihre Arbeit entlohnt werden.
Du kannst auch unsere Artikel online lesen, um mehr über die Erfahrungen alternativer südasiatischer Menschen zu erfahren, und dich mit unseren Inhalten auf Instagram beschäftigen. Ganz wichtig: Teile unsere Inhalte und arbeite mit uns zusammen! Damit helfen wir, ein größeres Publikum an südasiatischen und alternativen Menschen zu erreichen – wir wollen auch Menschen außerhalb der alternativen südasiatischen Community erreichen! Vielleicht hast du eine*n Freund*in, der*die gern mit uns arbeiten würde?
An Unternehmen: Bitte zieht in Betracht, mehr südasiatische Models und generell People of Colour zu buchen, und zwar so, dass es nicht in Tokenismus abrutscht. Es gibt generell wenige Marken, die das gut machen, und (soweit ich weiß) keine in der Alt-Welt. Wenn ihr nicht sicher seid, wo ihr anfangen sollt, meldet euch bei uns, denn wir kennen erfahrene alternative südasiatische Models!
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Dani
Dani ist ein weiteres unserer lieben Models. Sie hat für i-D, Refinery29, BRICKS & mehr geschrieben und The Femme Collective mitgegründet, das sich dafür einsetzt, weiblich identifizierte Künstler*innen in der Musikindustrie zu stärken und sichtbarer zu machen.
@scarrie.bradshaw | @femmecolllective | @platformbradio
Was umfasst deine Arbeit?
Ich leite The Femme Collective, ein in Großbritannien ansässiges feministisches Medium, das sich der Verringerung der Geschlechterungleichheit in der Musikindustrie widmet. Es besteht aus einem halbjährlich erscheinenden Print-Zine, einer aktiven digitalen Online-Plattform, einer Radioshow auf Platform B und Events, Gigs & Clubnächten in London und Brighton. Wir präsentieren aufstrebende weibliche und nicht-binäre Künstler*innen und bieten ihnen nicht nur eine Plattform, sondern auch einen Safe Space abseits anderer problematischer, männlich dominierter Räume der Branche.
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Ich fühle mich am stärksten, nachdem ich einen tollen Gig veranstaltet habe oder, neuerdings, bei einem Panel gesprochen habe. Zu wissen, dass ich das Bewusstsein für Ungleichheit in der Branche geschärft und eine sichere Plattform für aufstrebende Künstler*innen geboten habe, die sonst vielleicht übersehen oder zu Alibi-Figuren gemacht würden, ist wirklich lohnend und stärkend für mich.
Was möchtest du bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, passieren sehen?
Ich meine, es muss SO viel passieren, sowohl in der Musikindustrie als auch in der Gesellschaft insgesamt. Ich würde gerne mehr weibliche und nicht-binäre Repräsentation in der gesamten Kreativbranche sehen. Ich würde gerne sehen, dass die Männer, die in diesen Branchen ihre Macht missbraucht haben, zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Am besten können sich Leute bei uns engagieren, indem sie einfach zuhören, zu unseren Events kommen, weibliche und nicht-binäre Menschen in der Musik unterstützen und Bewusstsein verbreiten! Wir ermutigen Leute außerdem dazu – wenn sie privilegiert genug sind, das zu können – Bullshit anzuprangern, wann immer sie ihn sehen. Die Musikindustrie ist voller Frauenfeindlichkeit, und es kann definitiv nicht nur an uns hängen bleiben!
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Paula Akpan
Die wunderbare Paula ist Journalistin und hat unter anderem für i-D, Refinery29, Teen Vogue, Time Out London, iNews und Lonely Planet geschrieben! Sie hat Black Girl Fest mitgegründet, einen Tag mit Vorträgen, Workshops, Panels, Entertainment und Marktständen, der Schwarze britische Frauen, Mädchen und nicht-binäre Menschen hörbar macht und feiert. Daraus ist die Black Girl Fest Academy entstanden, ein siebenmonatiges, community-orientiertes Kreativprogramm, das Schwarze Frauen im Alter von 17-25 inspirieren, stärken und befähigen will und ihnen die Tools an die Hand gibt, die sie brauchen, um Events für ihre Communitys zu organisieren.
@paulaakpan | paulaakpan.contently.com | @blackgirlfest
Was umfasst deine Arbeit?
Ich bin Journalistin und Produzentin kultureller Events, also höre ich viel zu und tausche mich viel mit meinen verschiedenen Communitys aus, um ihre Arbeit zu unterstützen und ihre Erfahrungen mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln sichtbar zu machen.
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Ich fühle mich am stärksten, wenn ich für einen Artikel schreibe und recherchiere und alles anfängt, sich zusammenzufügen!
Was möchtest du bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, passieren sehen?
Ehrlich gesagt warte ich nicht auf den IWD, damit sich Dinge für meine Communitys verändern und verschieben, alle arbeiten das ganze Jahr über daran, und wenn wir ehrlich sind, wird vieles von dem Wandel, auf den wir hinarbeiten, nicht zu unseren Lebzeiten passieren, also geht es eher um Vermächtnis und darum, was wir für zukünftige Generationen aufbauen.
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Ich glaube, im Moment ist es bei mir umgekehrt und ich versuche, anderen zu helfen, also würde ich Leute – besonders Schwarze queere Menschen –, die Events machen oder in den Journalismus einsteigen wollen, ermutigen, sich bei mir zu melden, wenn sie Fragen haben.
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Grace Campbell

Grace ist Comedian, Autorin, Regisseurin und Aktivistin. Grace hat die feministische Gruppe The Pink Protest mitgegründet, die an verschiedenen von Frauen geführten, gesetzesändernden Kampagnen wie #freeperiods und #endfgm gearbeitet hat. Sie hat die feministische Prank-Show Riot Girls auf Channel 4 (2018) geschrieben, produziert und darin mitgespielt.
@disgracecampbell | @pinkprotest
Was umfasst deine Arbeit?
Es ist immer ein echter Mix. Die meiste Zeit schreibe ich Comedy und trete damit auf, und dann arbeite ich ständig an der Entwicklung größerer Projekte und schreibe andere Sachen. Ich habe gerade die Regie bei meiner ersten Animation abgeschlossen. Ich mache einen Podcast mit meinem Papa namens Football, Feminism and Everything in Between.
Wann fühlst du dich am meisten gestärkt?
Wenn ich auf der Bühne Comedy mache. Dann habe ich das Gefühl, wirklich dorthin zu gehören und dort sein zu sollen.
Was möchtest du bis nächstes Jahr, zum IWD 2021, passieren sehen?
Ich möchte, dass Frauen die Macht in der Politik bekommen, die sie verdienen.
Wie können andere sich am besten engagieren, um deine Sache zu unterstützen?
Unterstütze The Pink Protest online. Wir arbeiten ständig an verschiedenen Kampagnen und teilen sie. Komm außerdem vorbei und sieh mich live!
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